29.01.2009 Branchensprache kompakt

Ärzte &Co. Branchensprache kompakt

Die Gesundheitsbranche boomt, das Gesundheitswesen ist die Wachstumsbranche schlechthin. Nirgendwo sind die Umsätze so gut. Heilen und Helfen haben Zukunft, das gilt ganz besonders für Ärzte und Co. Das Gesundheitswesen ist heute, gemessen an der Wertschöpfung und der Beschäftigung, einer der größten Wirtschaftssektoren in Deutschland – noch vor bedeutenden Industriebranchen wie etwa dem Maschinenbau oder der Chemie.

Das ist Theophrastus Bombastus von Hohenheim bestimmt nicht in den Sinn gekommen. Der Begründer der modernen Medizin, besser bekannt unter seinem lateinischen Namen Paracelsus, hat gewiss nicht geahnt, wie wichtig den Menschen des 21. Jahrhunderts ihre Gesundheit ist. In allen Umfragen wird sie als das wichtigste Gut schlechthin bezeichnet und das lässt man sich in Deutschland einiges kosten: Fast 250 Milliarden Euro werden jährlich dafür ausgegeben, Tendenz steigend.

Wo effizient gewirtschaftet und stets kalkuliert werden muss, ist der Bedarf an Finanzexperten groß. Gefragt sind Berater, die eine Brücke zwischen BWL-Wissen und medizinischer Versorgung schlagen können. In der Beratung von Heilberufen werden bei Gesprächen und Diskussionen zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen aber Fachworte benutzt, die für ganz bestimmte Inhalte stehen. Zunehmend spielen sie auch in den öffentlichen Medien eine Rolle.

Dieses Kompendium enthält Erläuterungen zu über 600 der am häufigsten verwendeten Sach- und Schlagworte rund um die Heilberufe und die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Es ist unbedingtes Basiswissen für jeden Berater der Heilberufe. Trotzdem ist es in dem einen oder anderen Fall nicht zu vermeiden, zum weiteren Verständnis zusätzlich eigene Recherchen anzustellen. Das vorliegende Kompendium gliedert sich in drei Teile, ausformulierte Stichworte, ein erläuterndes Abkürzungsverzeichnis und ein Quellenverzeichnis für darüber hinausgehende Informationen. Weil das Gesundheitswesen einem andauernden Entwicklungsprozess unterliegt, wird dieses Buch auch nie vollständig sein. Alle Angaben entsprechen deshalb dem augenblicklichen Wissensstand zum Zeitpunkt der Drucklegung. Auf geschlechtsspezifische Doppelbezeichnungen (z.B. Arzt, Ärztin) wurde aus Gründen besserer Lesbarkeit verzichtet, stets sind beide Bezeichnungen gleichberechtigt gemeint.

Und warum geben wir dieses Kompendium als Arbeitsbuch an andere Berater weiter? Erinnern Sie sich noch an die Mitschüler aus unserer Schulzeit, die ihren Arm vor das Heft oder die Klassenarbeit gelegt haben, damit andere nicht abschreiben konnten?

In unserem Beraterberuf ist es heute dasselbe, „Sag ihnen das bloß nicht, sie wollen nur selbst mit diesem Wissen glänzen und die Aufmerksamkeit ernten!“, hören wir immer wieder.

Wir sind der Meinung, dass es sich trotzdem lohnt. Denn wenn wir alles weitergeben was wir wissen, müssen wir uns ständig aufs Neue umschauen, aufmerksam sein, auftanken. Die eigene Beratungskompetenz wird weiter wachsen. Auch Sie, lieber Leser können dazu beitragen, dass sich dieses Wissen weiter verbreitet: Empfehlen Sie Ihren Berufs- oder Geschäftskollegen, Bekannten und Freunden den Kauf dieses Buches oder leihen Sie es ihnen für ein paar Tage aus. Genauso freuen wir uns über Ihre Kritik, Erfahrungen und Anregungen.

„Nun ist hie mein Fürnemmen zu erkleren, was ein Arzt seyn soll, und das auff Teutsch, damit das in die gemein gebracht werde.“ Paracelsus (1493-1541)

Viel Erfolg mit diesem Buch.

Bottrop, im Oktober 2008

Corinna Conrad                    Ralf Niewald


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